Sorano

Die Ortschaft entstand im Mittelalter nahe der Nekropolen und etruskischen Wege, als es in den Besitz der Familie Aldobrandeschi gelangte. Nach der Heirat zwischen Romano Orsini und Anastasia Aldobrandeschi gelangte der Ort 1293 durch Erbschaft in den Besitz der Orsini. Im fünfzehnten Jahrhundert versuchten die Sienesen mehrmals erfolglos, das Dorf einzunehmen; dennoch wurde es Ende des 16. Jahrhunderts der Grafschaft Orsini entrissen, als es die Medici eroberten und in das Großherzogtum der Toskana zu Beginn des 17. Jahrhunderts gemeinem mit dem nahe gelegenen Pitigliano eingliederten.
Das Dorf Sorano liegt malerisch auf einem Tuffsteinfelsen mit verschiedenen Höhen.
Das Altstadtzentrum ist geprägt von der labyrinthartigen Anordnung von Gässchen, Innenhöfen, Bögen, bossierten Portalen, Außentreppen, Säulengängen und aus dem Tuffstein gehauenen Keller, wo einst die unterschiedlichen Phasen der Weinlese durchgeführt wurden. Die soranesischen Weinkeller weisen zudem eine für ganz Italien besondere Eigenschaft vor.
Sorano bewahrt heute noch das hebräische Ghetto in der gleichnamigen Straße auf, in welcher sich auch die Synagoge und der Matzenofen befindet. Das Ghetto soll von den Medici 1619 errichtet worden sein, nachdem der Tausch der Gebiete des Großherzogtums von Pitigliano und Sorano mit jenen des Großherzogtums von Montesansavino zwischen der Familie Orsini und den Medici durchgeführt worden war.

Als Beispiele besonders erwähnenswerter Architektur seien hier genannt: Palazzo Orsini, im Mittelalter errichtet und während der Renaissance von der Familie Orsini restauriert. Dieser befindet sich in der Nähe der Kollegiatkirche San Niccolò und war die antike Residenz der Orsini vor ihrem Umzug in die Festung. Die alten Getreidespeicher, die sich in der Nähe des Masso Leopoldino, an der höchsten Stelle der Via della Rocca befinden. Der Komplex, der auch unter dem Namen Cortilone bekannt ist, beherbergte in der Vergangenheit die alten Getreidespeicher und ist heute Veranstaltungsort zahlreicher kutlureller Initiativen.
Die Festung Orsini, beeindruckender Festungskomplex, überragt das gesamte Wohngebiet von Soran und wird dabei nur von der Verteidigungsmauer erreicht und umgeben. Im Mittelalter als Aldobrandesco-Burg entstanden, wurde diese von den Orsini bis zur Hälfte des 16. Jahrhunderts ausgebaut. Heute ist der gesamte Komplex Museumszwecken gewidmet. So befinden sich hier das Mittelalter- und das Renaissance-Museum.
Der Masso Leopoldino, charakteristische Festung, die das Wohngebiet von Sorano von jener der Festung Orsini gegenüberliegenden Seite beherrscht, stellt den Verteidigungsvorposten am nordwestlichen Punkt der Staudtmauern dar. Im Mittelalter noch vor der Festung Orsini errichtet. Derzeit ist der Masso Leopoldino eine der meistbesuchtesten Touristenattraktionen im Altstadtzentrum Soranos. Von hier aus ist es unter anderem möglich, den einzigartigen Ausblick auf das gesamte Tuffstein-Gebiet und auf die Hügel von Albegna und Fiora zu genießen.

Terme di Sorano – Sorano (GR) 3,3 km – 5 min.