Sovana

Das heutige Altstadtzentrum von Sovana entwickelte sich im Mittelalter in der Nähe der bestehenden etruskischen Nekropole und stand unter der Herrschaft der Familie Aldobrandeschi, die hier um das Jahr 1000 ein Schloss errichteten ließ.
Im Mittelalter wurde es auch zur freien Gemeinde. Außerdem erblickte hier Ildebrando di Sovana das Leben, welcher später als Gregor VII bekannt wurde. Es wurde Hauptstadt des Großherzogtums Sovana.

Am Ende des dreizehnten Jahrhunderts wurde es wie Sorano und Pitigliano von den Orsini geerbt und schließlich im vierzehnten Jahrhundert von den Sienesen erobert. Zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gelangte Sovana mit dem endgültigen Untergang der Republik von Siena in die Hände der Medici, welche es in das Großherzogtum von Florenz eingliederten.

Unter den Sehenswürdigkeiten der Dom, welcher nach dem Jahr 1000 außerhalb des bewohnten Gebietes auf einem davor bereits religiös genutzen Gebäude errichtet wurde.
Der Dom befindet sich gleich neben dem Palazzo Vescovile und ist mit Sicherheit eines der bedeutendsten römischen Bauwerke in der gesamten Toskana. Das Hauptportal befindet sich recht ungewöhnlich auf der linken Seite der Struktur, das Innere ist in drei Schiffe geteilt und beinhaltet eine antike Krypta mit wertvoller Verarbeitung auf sechs Säulen. In letzterer sind einige Knochen des Heiligen Mamiliano aufbewahrt.
Im Inneren befinden sich außerdem ein Taufstein aus der Renaissancezeit, der Weihwasserbrunnen, der Sarkophag des San Mamiliano aus dem 15. Jahrhundert, Spuren von Fresken sowie einige Gemälde. Weitere interessante Gebäude sind die Kirche Santa Maria Maggiore, im 13. Jahrhundert in romanisch-gotischem Stil erbaut, sowie die Kirche von San Mamiliano, die sich neben dem Palazzo Burbon del Monte befindet. Die Kirche weist ein einziges Schiff ohne Abdeckung auf. Beinahe fertiggestellt sind die Restaurierungsarbeiten am Gebäude, das dazu bestimmt ist, zu einem weiteren Museumszentrum zu werden, in dem unter anderem ein Schatz von ca. 500 Goldstücken Stempelglanz aus dem fünften Jahrhundert nach Christus ausgestellt wird.
Der Palazzo Pretorio wurde im 14. Jahrhundert erreichtet und in den folgenden Epochen oft renoviert. Auf der Fassade sind die unterschiedlichen Wappen der Capitani di giustizia dargestellt. Das Haus von Papst Gregor VII an der Via di Mezzo, welches den Dom mit dem Ort verbindet. Heute befindet sich hier ein Museum zur Malakologie. Die malerische Piazza del Pretorio bildet das Zentrum der Altstadt von Sovana. Auf sie blickt ein Großteil der bedeutendsten bürgerlichen wie religiösen Bauten.

 

Terme di Sorano – Sovana (GR) 13,2 km – 18 min.